Steuern auf Deine
Bitcoins & Kryptowährungen

Das musst du beim Handel mit digitalen Währungen wissen

Für viele ist dieses Thema sehr leidig, aber wir können euch beruhigen es ist nicht so schlimm wie man Anfangs erwartet. Wie mit den meisten Dingen muss man nur den Fahrplan kennen. Wir wollen euch etwas an die Thematik Steuern und Kryptowährungen heran führen.

Wir arbeiten seit langer Zeit mit einer Steuer-Kanzlei zusammen die sich seit einiger Zeit auch mit dem Thema Bitcoin und den anderen Altcoin´s beschäftigt. Wichtig ist zu erwähnen, dass Steuern und Kryptowährungen definitiv ein ernstzunehmendes Thema darstellen.

Die wichtigsten Infos im Überblick

Steuerpflicht

Die Veräußerung von Kryptowährungen ist dann steuerpflichtig, wenn die Anschaffung und Veräußerung innerhalb eines Jahres erfolgt, nach § 23 EStG. Sowas nennt man ein Privates Veräußerungsgeschäft. Private Veräußerungsgeschäft sind dann steuerpflichtig, wenn zwischen der Anschaffung und der Veräußerung weniger als ein Jahr liegt.

Steuerbefreiung

Von der Steuer befreit sind Anlagen die ohne Zinsen über einem Jahr gehalten werden. Sollten auf die Kryptowährungen Zinsen anfallen, erhöht sich der Zeitraum auf 10 Jahre. Gegenüber dem Finanzamt ist man bei sämtlichen Anlagengescheschäften immer in der Nachweis und Mitwirkungspflicht.

Freigrenze

Es gibt jedoch für die „kleineren“ Anleger noch eine Freigrenze von 600 Euro pro Jahr. D.h. wenn du in einem Jahr weniger als 601Euro erwirtschaftest, ist dieser Betrag von der Steuer befreit. Sobald man die Freigrenze von 600 Euro überschreitet ist diese jedoch hinfällig und muss versteuert werden.

Um eure Handelsgeschäfte ordentlich zu führen, bieten einige Unternehmen spezielle Tools an die euch enorm bei der Buchführung helfen können.

Wir können euch lediglich ein paar Infos zu dem Steuerlichen Teil geben. Wir empfehlen in jedem Fall sich  von einem Steuerberater  beraten zu lassen. Gerne stellen wir den Kontakt zu unserer Kanzlei her.  Es ist wie mit den Passwörtern und anderen wichtigen Unterlagen. Alles sollte sorgfältig notiert und aufbewahrt werden, so ist es auch bei den Steuern.

Seht es wie einen Fahrplan, das Finanzamt ( unserer Fahrkarten Kontroller)  möchte wissen wo ihr auf den „ZUG“ (in dem Beispiel ist der Zug ein Bitcoin) aufegsprungen sind und zu welcher „Uhrzeit“ (in dem Fall ist die Uhrzeit der Kurs). Also notiert euch das Kaufdatum, die Börse wo ihr den Bitcoin gekauft habt und den Kaufkurs. 

Ein Steuerberater mit Spezialisierung auf Kryptowährungen, kann bei komplizierten Steuerangelegenheiten Klarheit verschaffen

Versteuert wird immer der Gewinn. In Deutschland gibt es eine Regelung die besagt: Wenn man Kryptowährungen länger als 1 Jahr hält, fallen auf die Gewinne keine Steuern an.

Im folgenden Abschnitt gehen wir genauer auf die rechtliche Situation in Deutschland ein.

Fragen und Antworten – Besteuerung von Kryptowährungen

Wie werden Kryptowährungen steuerlich betrachtet?

Kryptowährungen stellen immaterielle Wirtschaftsgüter im Sinne des Einkommensteuergesetzes dar. Die BaFin hat klargestellt, dass es sich bei Kryptowährungen weder um ein gesetzliches Zahlungsmittel handelt, noch um E-Geld. Steuerlich lässt sich der Handel mit Kryptowährungen demnach in gewerbliche Einkünfte (§ 15 EStG) oder sonstige Einkünfte (§ 23 EStG), auch unter privaten Veräußerungsgeschäften oder „Spekulationsgeschäften“ bekannt, einordnen. Gewerbliche Einkünfte erzielen Unternehmer, die Ihre Kryptowährungen im Betriebsvermögen halten. Sonstige Einkünfte erzielen Privatpersonen, die Kryptowährungen aus ihrer privaten Vermögensverwaltung heraus halten.

Ist der Handel mit Kryptowährungen steuerpflichtig?

Grundsätzlich sind die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen den Ertragssteuern (Einkommen- und gegebenenfalls Gewerbesteuer) zu unterwerfen.

Zu unterscheiden ist, aus welcher Sphäre heraus der Handel erfolgt. Wenn Bitcoins und Co privat erworben und anschließend verkauft oder getauscht werden, sind die Folgen daraus aufzuzeichnen. Aus den Aufzeichnungen lässt sich schlüssig ableiten, ob Gewinne oder Verluste entstanden sind. Die entstandenen Gewinne oder Verluste sind innerhalb eines Wirtschaftsjahres zu ermitteln und als sonstige Einkunft in der Einkommensteuererklärung zu erklären. Gewinne, die im Veranlagungsjahr 600 € nicht überschreiten, sind steuerfrei. Gewinne, die 600 € im Jahr übersteigen, sind der vollen Höhe nach mit dem persönlichen Einkommensteuertarif zu versteuern.

Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften werden mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb eines Jahres direkt verrechnet. Sofern ein Steuerpflichtiger ausschließlich Verluste innerhalb eines Jahres erzielt hat, werden die Verluste gesondert festgestellt und können in Folgejahren mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden.

Achtung: Sobald Kryptowährungen länger als 1 Jahr gehalten werden, erlangen sie Steuerfreiheit im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Achten Sie darauf, dass sie nach dem Kauf der Kryptowährung keinen Tausch oder Verkauf tätigen. Dies würde sich schädlich auf die Steuerfreiheit auswirken. Dokumentieren sie eindeutig wann sie die Kryptowährung erworben und verkauft bzw. getauscht haben. Die Steuerfreiheit sollten sie vorsichtshalber durch das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärung klären lassen um nachträglich eine mögliche Steuerhinterziehung auszuschließen.

Gewerbesteuer ist bei privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne des § 23 EStG nicht zu entrichten.

Wenn Bitcoins und Co im Betriebsvermögen gehalten werden, liegen Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor.

Die bereits erwähnte Steuerfreiheit (nach einem Jahr Haltefrist) und Steuerfreigrenze (600 €/Jahr) ist beim gewerblichen Verkauf und/oder Tausch von Kryptowährungen nicht zu erlangen.

Gewinne aus dem Verkauf/Tausch von Kryptowährungen unterliegen dem persönlichen Einkommensteuertarif des Unternehmers/Gesellschafters oder dem gesetzlich geregelten Körperschaftsteuertarif für Kapitalgesellschaften. Zudem schulden Kapitalgesellschaften die Gewerbesteuer auf Gewinne aus Gewerbebetrieb. Einzelunternehmer schulden die individuelle Gewerbesteuer Ihrer Stadt/Gemeinde, sofern der Gewinn größer als 24.500 € ist.

Umsatzsteuer fällt auf die Handelsvorgänge aktuell nicht an (vgl. dazu EUGH-Rechtsprechung).

Gibt es Aufzeichnungspflichten für den Handel mit Kryptowährungen?

Klare Antwort: Ja!

Egal ob sie privat oder gewerblich mit Kryptowährungen handeln, empfehlen wir Ihnen Aufzeichnungen über alle Handelsvorgänge zu dokumentieren. Dabei sollen alle Erwerbsvorgänge von Kryptowährungen aufgezeichnet werden und ebenso alle Verkäufe. Auch der Tausch von Kryptowährungen ist zwingend aufzuzeichnen.

Nutzen Sie dafür unsere Arbeitshilfe oder andere digitale Aufzeichnungsmöglichkeiten.

Grundsätzlich gilt für die Verbrauchsabfolge das FiFo-Verfahren. Um den Gewinn oder Verlust aus Kryptowährungsverkäufen zu ermitteln, unterstellen sie, dass zuerst gekaufte Kryptowährungen auch zuerst verkauft wurden. Dadurch lässt sich der Gewinn oder Verlust pro Handelsvorgang ermitteln.

Dokumentieren Sie ebenfalls jegliche Ein- und Auszahlungen in den gesetzlichen Zahlungsmitteln (Euro, Dollar etc.). Geeignet dafür ist u.a. ein Konto bei der Fidor Bank.

 

Zusammenfassung

Der Handel mit Kryptowährungen soll sie steuerlich vor keine großen Aufgaben stellen. Dafür benötigen Sie eine lückenlose Dokumentation und einen zuverlässigen Steuerberater. Wir kümmern uns um die Fragestellungen rund um das Thema Steuerpflicht und die Ermittlung der Einkünfte. Wir kommunizieren in Zweifelsfragen mit dem Finanzamt und helfen Ihnen unterjährig bei Ihrer Dokumentation. Greifen Sie auf unsere Erfahrung zurück und nutzen Sie unser Dienstleistungsangebot.

Gerne betreuen wir Sie digital und ortsungebunden via Videotelefonie.

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